Nach der Corona-Krise wird so ziemlich vieles anders sein. Das gilt für unsere Gesellschaft, die Wirtschaft, und auch die Kinderbetreuungsbranche. Damit betrifft es auch die Gruppe pop e poppa servicefamille. Wir haben einige Massnahmen neu oder rascher eingeführt. Das Ziel von pop e poppa bleibt es, Sicherheit für die Zukunft zu schaffen – für Mitarbeitende, Eltern und die Gesellschaft

Die Krise war von zahlreichen Veränderungen und mitunter auch von Verunsicherung geprägt. Nun beginnt sich der Nebel zu lichten: Zum Beispiel mit der Verordnung des Bundesrates vom 20. Mai: Coronavirus: Unterstützung für die familienergänzende Kinderbetreuung: Der Bundesrat hat sich glücklicherweise dem Willen des Parlaments fügen müssen und unterstützt nun die Kitas. Und auch Eltern dürfen sich freuen: Sobald die Kantone dazu bereit sind, werden die Eltern-Beiträge für die Lockdown-Zeit übernommen.

Noch können wir die Auswirkungen der Krise auf die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen nicht abschätzen. Darauf richtet sich  nun der Fokus der Geschäftsleitung in der nächsten Zukunft – um für Eltern und Kinder stets die besten Rahmenbedingungen setzen zu können. Einige Projekte wurden bereits vor einigen Monaten begonnen, andere sind neu hinzugekommen. Wir gehen hier auf einige wichtige und interessante Punkte für unsere Mitarbeitenden, für die Kinder und die Eltern, und für die Öffentlichkeit ein.

Strukturelle Veränderungen der Arbeitsbedingungen 

Seit langem setzen wir uns für die Anerkennung unseres Berufsstandes ein. Kinderbetreuung ist nicht einfach «die Lösung des Problems “Betreuung der Kinder”. Nein: Kinderbetreuung ist die tatsächliche Umsetzung eines pädagogischen Konzepts für die Betreuung von Kindern. Leider leidet dieser Beruf nach wie vor unter niedrigen Löhnen, hohen Arbeitszeiten und einem Image, das mit den Cliché verbunden ist:  „Jeder kann Babysitten, eine Qualifikation ist nicht erforderlich“.

Bei pop e poppa gilt neu eine reduzierte Wochenarbeitszeit von 40-Stunden. Diese Massnahme beinhaltete eine entsprechende Lohnanpassung. Aber zusätzlich zu den zwei Stunden pro Woche (ein ganzer Tag pro Monat!), die nun für private Zeit und Ruhepausen zur Verfügung stehen, wurden zwei Ausgleichsmassnahmen zur Stressreduktion eingeführt:

  • Eine echte Mittagspause, die in den Zeitplänen eingeplant ist. Die Pädagogen nehmen ihre Mahlzeiten in aller Ruhe ein. Die Mahlzeiten mit den Kindern zählen zur Arbeitszeit.
  • Die Einführung eines Mindestlohns von CHF 4’200 (x13) für 40 Stunden Arbeit pro Woche, was 5% über den Empfehlungen der Branche und der Stadt Zürich liegt. Diese Massnahme führte zu einer Gehaltserhöhung für ca 30 Mitarbeiter der Kitas, die im vergangenen Jahr übernommen wurden.

Voraussichtlich im September wird sich die herausfordernde finanzielle Situation der Branche noch weiter zuspitzen. Deshalb mussten wir Massnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass unsere Mitarbeitenden weiterarbeiten können und dass unser Angebot an die Eltern aufrechterhalten werden kann. Wir haben unseren Mitarbeitenden angeboten, freiwillig ihr Pensum zu reduzieren oder ein Sabbatical zu nehmen. Leider mussten wir uns auch von 1% unseres Personals trennen. Eine schwere Entscheidung, aber leider aus existenziellen Gründen unumgänglich.

Standardisierung der Tarife nach Regionen und ohne Unterscheidung zwischen Säuglingen und grösseren Kindern

Pop e Poppa hat überdies die Tarife national standardisiert. Diese Standardisierung der Tarife hatte bei einigen Eltern leider eine Mehrbelastung zur Folge. Auf der anderen Seite haben andere Eltern ihre Kinderbetreuungsgebühren sinken sehen, insbesondere Eltern von Babys unter 18 Monaten.

Die gesetzlichen Vorgaben verpflichten Kitas dazu, mehr Betreuungspersonen für Babys unter 18 Monaten bereitzustellen. Im Gegensatz zum Mainstream in der Branche, hat sich pop e poppa aufgrund der Gleichbehandlung entschieden, diese finanziellen Folgen nicht auf die Eltern abzuwälzen. So wird einem Elternteil garantiert, für sein Kind im Alter von 0 bis 4 Jahren während der gesamten Dauer der Betreuung in einer pop e poppa-Einrichtung den gleichen Betrag zu bezahlen. Während regionale Unterschiede fortbestehen, ist das System heute überall gleich. Darüber werden die Eltern von Kindern, die eine Einrichtung an mehreren Tagen in der Woche besuchen, im Vergleich zu Eltern eines Kindes, das nur einen einzigen Tag in der Woche die Kita besucht, tariflich besser gestellt. Diese Tarifierung hat eine finanzielle, aber auch eine erzieherische Komponente: Kleine Kinder profitieren mehr von ihrer Betreuung, wenn sie regelmässig teilnehmen. Dies soll sich auch im Preis niederschlagen.

Diese Preisänderungen werden von konkreten Zusatz-Massnahmen zugunsten der Kinder begleitet: Die Gruppe pop e poppa hat in allen ihren Einrichtungen ihre Charta der Umweltfreundlichkeit umgesetzt. Sie hat auch für die Lieferung ihrer Mahlzeiten einen anerkannten und qualitativ hochstehenden Partner gewählt. Schliesslich hat sie einen internen Standard für die Kinderbetreuungsquoten festgelegt, der höher ist als der von den Kantonen empfohlene. Vor allem aber überprüft sie dessen Anwendung monatlich. Unsere Versprechen sind also verbunden mit messbaren Kriterien und der Tatbeweis für konsequente Entscheidungen zu Gunsten einer Qualitätssteigerung.

Eine neue Dynamik der Kommunikation mit den Eltern: die Lancierung der Website www.popepoppa.ch als einzigartiges und innovatives Instrument, um einen Krippenplatz in der Nähe des Wohnortes zu finden, und die Einführung unserer „App“ in der ganzen Schweiz.

Die neue Website www.popepoppa.ch geht diese Woche live. Neben den «klassischen» Aspekten, die erneuert werden (Benutzerfreundlichkeit, Schnelligkeit etc), haben wir den Anmeldeprozess erneuert, verbessert und beschleunigt. Nach der Anmeldung und Eingaben der Daten (zB für eine Subvention), werden Sie innerhalb von 48 Stunden kontaktiert. Eltern können ihre Rechnungen einsehen und die Kita kontaktieren.

Die Pop-App, die bereits in unseren Kitas in der Romandie im Einsatz ist, wird ab September in der ganzen Deutschschweiz eingeführt. Damit gibt es eine direktere Kommunikation mit den Eltern. Diese Massnahme wird für die Deutschweiz vorgezogen, aufgrund der positiven Reaktionen nach der Einführung in der Suisse Romande.

Nachhaltige Schutzmassnahmen

Im Hinblick auf die Dauer der Schutzmassnahmen, die noch einige Monate dauern wird, hat pop e poppa beschlossen, dass es bei Kontakten  zwischen Erwachsenen eine Maskenpflicht gibt: interne Sitzungen, Eltern-Erzieher-Kontakte usw. Infolgedessen müssen Eltern und Besucher unserer Kitas eine Maske tragen, wenn sie Pop e Poppa besuchen. Das Personal erhält außerdem 3 personalisierte Stoffmasken in den Farben von pop e poppa, um diesem Objekt einen spielerischen und angenehmen Aspekt zu verleihen und es sogar für Kinder gebräuchlich zu machen.

Darüber hinaus werden wir Seifenspender, Einwegpapierhandtücher und Desinfektionsgel installieren. Auch hier verankert pop e poppa Gesundheitsmassnahmen auf lange Sicht. Die Situation zwingt uns, einige liebgewordene Gebräuche in unserer Branche in Frage zu stellen.

Zertifizierung aller Kitas durch Quali-Kita

Die Qualität der Einrichtungen ist ein wichtiger Teil der Strategie von pop e poppa. Um die Ziele zu erreichen, hat sich pop e poppa dafür entschieden, alle ihre Kitas bis 2022 durch das einzige in der Schweiz existierende Label zertifizieren zu lassen, das neutral ist und speziell unserem Beruf gewidmet ist: qualiKita (qualiPE). Die Zürcher Kitas von pop e poppa nehmen bereits am Ausbildungsprogramm teil, das vom Kanton in Zusammenarbeit mit QualiKita und dem MMI (Marie Meierhofer Institut)  organisiert wird.